Leonhard Hugger, geboren 1997 in München, trat bisher in der Öffentlichkeit hauptsächlich als Schauspieler in Erscheinung. Aufgewachsen ist der Sohn einer österreichischen Schauspielerin und eines Buchhändlers in einer großen Theater-Patchwork-Familie zwischen München, Weimar, Dortmund, Leipzig und Stuttgart.
Erste Erfahrungen auf der Bühne sammelte Hugger bereits in seiner frühen Kindheit. Im zarten Alter von 9 Jahren spielte er am Theater Dortmund, wo er in Ödön von Horvaths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ Schwarzwälder Kirschtorte essen und andere Kinder mit Lehmklumpen bewerfen sollte.
Inspiriert durch den britischen Rockstar und Dichter Peter Doherty gründete er während seiner Schulzeit in Stuttgart mit Freunden die Indie-Rock-Band Mascottes Rouges. Als Supporting Act von Dohertys Band „Peter Doherty & The Puta Madres“ spielten diese im Mai 2019 ihr letztes Konzert.
Im Jahr 2016 bestand Hugger mit ein bisschen Glück sein Abitur. Nach einem 3-monatigen Studium der Geschichte in Leipzig entschloss sich Hugger, der in seiner Kindheit von einer Karriere als Dichter geträumt hatte, seiner Liebe für die Bühne zu folgen und Schauspieler zu werden. Seine Reise führte ihn nach Wien, wo er beim ersten Versuch am renommierten Max-Reinhardt Seminar angenommen wurde und wenig später im von Robert Borgmann inszenierten Stück „paradies fluten“ in einer Rolle am Wiener Burgtheater debütierte.
Nach vier Jahren Schauspielstudium verließ er im Coronajahr 2021 sein geliebtes Wien, um sein erstes Festengagement am Theater an der Ruhr in Mülheim a.d. Ruhr anzutreten, wo er intensiv mit dem Regisseur Philipp Preuss zusammenarbeitete.
Erste professionelle Erfahrungen vor der Kamera sammelte er unter anderem im 2025 erscheinenden Kinofilm „Die Abenteuer der Lausitzerin Wilma“ an der Seite von Fritzi Haberlandt.





Copyright Fotos: Joachim Gern
Nach einem sechsmonatigen Intermezzo in Berlin kehrte Hugger im Herbst 2023 als freischaffender Schauspieler in seine wiederkehrende Wahlheimat Leipzig zurück, wo er hymnische Briefe an französische Filmikonen der 60er-Jahre schreibt, sich mit fruchtloser Leidenschaft der Arbeit an bisher unveröffentlichten (und nicht zur Veröffentlichung gedachten) Sonettzyklen im klassischen Reimschema, bisher scheiternden Roman-Versuchen, surrealistischen Komödien, lyrischen Studien und dem Komponieren von Folk-Balladen widmet.
Gemeinsam mit seinem Jugendfreund, dem in Stuttgart ansässigen Komponisten Lorenz Lehmann, gründete er 2021 die Formation mit dem Arbeitstitel Adorno Onoda, in welcher beide seit mehreren Jahren an einem Ouvre zur Veröffentlichung gedachter Popsongs arbeiten.
In seinem Dasein als notorischer Nostalgiker, zu welchem er sich freimütig bekennen muss, zieht Leonhard Hugger seine Inspiration zum Leben, Lieben und Schaffen neben den Filmen von Francois Truffaut und Federico Fellinis aus seiner Liebe zum Schauspieler Jean-Pierre Léaud, Visionen von Chardonnay an der Cote dAzur, der Weimarer Klassik, den Werken Thomas Manns und F. Scott Fitzgeralds, den Gedichten Rainer Maria Rilkes, den vergessenen Dichtern der Avantgarde, dem Punk und RocknRoll, der Poesie der Beat-Generation und den Songs des von ihm verehrten Bob Dylan.
Im Rahmen einer Kritiker*innen Umfrage der Zeitschrift Theater heute erfolgte für seine Darstellung des Werner Herzog in Philipp Preuss Inszenierung von Euripides „Bakchen“ eine Nominierung als bester Nachwuchskünstler der Spielzeit 2023/24.
Leonhard Hugger wird durch die Agentur agent brosmann, Management für Schauspiel vertreten. Link Profil auf der Agenturseite
Zur nächsten Veranstaltung der der Firmen-Kultur lernen wir den Schauspieler, Künstler und Bohèmian Leonhard Hugger im Gespräch mit M.Kruppe am 23.9.2024 in der Stallwache in Leipzig-Plagwitz persönlich kennen. Link zur Veranstaltung und Anmeldung.
Auf der Bühne – Beispiele
Leonhard Hugger in der Komödie „Der Bürger als Edelmann“ von Molíere, in der Titelrolle des Jourdain. Theaterfilm aus dem Jahr 2021, kurz vor Abschluss seines Studiums. Entstanden unter der Regie von David Bösch im Saal des Schlosstheaters Schönbrunn, im Rahmen einer Kooperation mit den Studierenden des Gesangs und dem Barockensemble an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Mit Liebe zum Wahnsinn und dem Pathos des Derangierten. Link Film:
Bienvenue, Parvenü! – Drama – mdw Mediathek (vhx.tv)


Rohfassung seines neuen Films präsentiert. Altgriechische Orgien- und
Mysterienspiele und die Erfindung des LSD treffen auf Studien von Foucault und
der Anatomie des Wahnsinns. Sehenswert, gilt jedoch als verschollen. Copyright Foto: F. Götzen

